Mit seinen Reisezeichnungen hat Peter Zeiler seinen Ruf als herausragender Künstler begründet, schon 1961 wurde ihm dafür der „Kunstpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste“ verliehen. Eine seiner ersten Reise, als nach dem zweiten Weltkrieg Reisen wieder möglich war, führte ihn mit seiner Akademieklasse nach Sizilien. Sie weckte seine Abenteuerlust und es folgten viele weitere Reisen nach Frankreich, Italien, Griechenland, in die Türkei und nach Ägypten, wo er 1956 nach Ausbruch der Suezkrise bei Kairo beim Zeichnen in der Wüste wegen Spionageverdacht verhaftet und ins Gefängnis gesteckt wurde. All das wurde, so gut es ging, zeichnerisch festgehalten.
Die Ausstellung zeigt Peter Zeilers frühe Reisen mit sehr realistischen und poetischen kleinen Zeichnungen, sowie spätere, spannende, expressive, teils farbige Reise-Acrylzeichnungen und Radierungen.
Ein anderer Schwerpunkt im Leben Peter Zeilers waren seine Innenschauen, die wir passend „Innenreisen“ nennen. Diese, nicht weniger abenteuerlichen Zeichnungen, begann Peter 1959 während einer Psychoanalyse. Er untersuchte das Thema „Innenschau“ bis zu seinem Tod immer wieder neu und schonte seine Mitmenschen dabei nicht.
Treppenhaus
Reisezeichnungen 1954-1964, Analysebilder 1958-59 und Psychogramme 2010-2017

















Raum 1
Reisezeichnungen 1956-1968













Raum 2
Reisezeichnungen 1986-2013, Analysebilder 1958-59










Raum 3
Reisezeichnungen 1952-1974, Radierungen 1991-2018, Psychogramme 1993-2019













